25. August 2019

LANDLER/IN DES MONATS

Günther Waldenberger


Man müsse die Umschulung von Linkshändern aktiv vermeiden, ist das Credo der GESUL. Ihr Geschäftsführer Günther Waldenberger hat sich diesbezüglich sogar schon schriftlich an Bundeskanzler Sebastian Kurz gewendet, und Anfang Mai hat er diesbezüglich einen Termin bei LH-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander, die in der Landesregierung für Bildung und Gesundheit zuständig ist. Waldenbergers Begehr: Wenn Zweifel bestehen, ob Links- oder Rechtshänder, sollte durch einfache Tests Klarheit geschaffen werden. „Man könnte dieses Thema auch in den Mutter-Kind-Pass aufnehmen,“ sagt der gelernte KFZ-Mechaniker und Werkmeister für Maschinenbau, der sich nach einer beruflichen Sinnkrise vor fünf Jahren in die Linkshänder-Thematik stürzte. „Ich habe dazu 700 Seiten Fachliteratur gelesen und 2017 die GESUL gegründet,“ so der Aktivist aus Tollet.
Umgeschulten Linkshändern müsste auch mehr geholfen werden, wenn sie als Erwachsene in Schwierigkeiten kommen, etwa in gesundheitlicher, psychischer Hinsicht oder am Arbeitsmarkt. Waldenberger: „Dazu muss man für diese Problematik auf breiter Basis Bewusstein schaffen.“ Er selbst hat sich mit 56 Jahren auf links rückschulen lassen. „Das tut mir gut. Es bringt Wohlbefinden,“ sagt der GESUL-Geschäftsführer, „und ich brauche fast keinen Spray mehr gegen meine verstopfte Nase.“ Günther Waldenberger hat nämlich zuvor, wie viele Pseudorechtshänder, immer unter HNO-Problemen gelitten. Den Nasenspray musste er früher ständig bei der Hand haben, mit links braucht er nun nur noch einen im Jahr. „Je früher man rückschult, desto besser,“ so sein Resümee.